


Wenn Investoren ein Unternehmen besuchen oder internationale Strategiemeetings stattfinden, steht viel auf dem Spiel. In solchen Gesprächen geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Vertrauen, Diplomatie und kulturelle Feinheiten. Warum präzises Dolmetschen in diesen Situationen entscheidend ist – und welche Rolle dabei oft unsichtbar im Hintergrund gespielt wird.
mehrViele meiner Einsätze finden genau in solchen Kontexten statt. Am Tisch sitzen Geschäftsführer oder Vorstände, Investoren und Vertreter verschiedener Fachabteilungen. Für alle Beteiligten geht es um viel: um die Zukunft eines Unternehmens, um strategische Entscheidungen und um die Frage, wie Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg funktionieren kann.
In solchen Gesprächen zeigt sich schnell, dass Dolmetschen weit mehr ist als das Übertragen von Worten.
Gerade bei deutsch-englischen Gesprächen wird deutlich, wie unterschiedlich Kommunikationsstile sein können.
Im Deutschen wird Kritik oft sehr direkt formuliert. Im Englischen wird sie zwar ebenfalls klar ausgesprochen, aber meist anders verpackt.
Ich erinnere mich an eine Diskussion in einem Entwicklerforum, in der ein Teilnehmer sagte: „Das ist doch Quatsch.“
Für die deutschen Beteiligten war das Teil eines lebhaften fachlichen Austauschs. Für internationale Teilnehmer klang es deutlich schärfer.
In solchen Momenten hilft es, nicht nur den Inhalt zu übertragen, sondern auch den Kontext zu vermitteln. Ich habe kurz das Konzept des konstruktiven Streitens erklärt – und die Diskussion konnte ohne Missverständnisse weitergehen.
Viele meiner Auftraggeber begleite ich über mehrere Jahre hinweg. Dadurch kenne ich häufig nicht nur die Terminologie eines Unternehmens, sondern auch seine Strukturen und Themen.
Das hilft besonders in sensiblen Gesprächen.
Oft bin ich außerdem die erste Ansprechpartnerin für internationale Gäste, wenn Fragen auftauchen oder Orientierung benötigt wird. Gleichzeitig entlaste ich die Organisatorinnen im Hintergrund, die ohnehin schon viele Aufgaben koordinieren.
Das Feedback, das ich danach höre, freut mich besonders:
„Wie gut, dass Sie dabei waren.“
„Unsere Gäste haben sich sehr gut betreut gefühlt.“
Gerade bei Gesprächen mit Investoren oder internationalen Partnern geht es nicht nur darum, Inhalte korrekt zu übertragen. Es geht darum, dass alle Beteiligten das Gefühl haben, wirklich verstanden zu werden.
Wer internationale Stakeholder einbindet, braucht Vertrauen – auch in der Sprache.
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KI-Übersetzungsapps werden immer besser und können in vielen Situationen sehr hilfreich sein. Doch bei repräsentativen Veranstaltungen – etwa Empfängen, Vertriebsveranstaltungen oder Betriebsversammlungen – geht es um mehr als das Übertragen von Worten. Warum in solchen Momenten ein menschlicher Dolmetscher oft den entscheidenden Unterschied macht.
mehrKI-gestützte Übersetzungsapps haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Ich beobachte diese Entwicklung mit großem Interesse – und ehrlich gesagt auch mit Sympathie.
Viele Jahre lang war Englisch bei internationalen Veranstaltungen oft die einzige gemeinsame Sprache. Dabei konnten sich viele Teilnehmer nicht so differenziert ausdrücken, wie sie es in ihrer Muttersprache könnten.
Technologie kann hier eine große Hilfe sein. Wenn Menschen dank KI wieder in ihrer eigenen Sprache sprechen können, gewinnt die Kommunikation oft an Qualität.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen solche Apps an ihre Grenzen stoßen. Besonders bei repräsentativen Veranstaltungen.
Repräsentative Veranstaltungen sind mehr als reine Informationsvermittlung.
Dazu gehören zum Beispiel:
Neujahrsempfänge
Betriebsversammlungen
Vertriebsveranstaltungen
Delegationsbesuche
Jubiläumsfeiern oder Preisverleihungen
In vielen dieser Veranstaltungen geht es darum, Menschen mitzunehmen, zu motivieren oder ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen.
Hier spielt Aufmerksamkeit eine große Rolle. Die Gäste sollen zuhören, beobachten, lachen oder sich von einer Präsentation mitreißen lassen – und nicht ständig auf ein Smartphone schauen müssen.
Ein besonders schönes Beispiel dafür war ein Neujahrsempfang.
Auf der Bühne trat der iPad-Magier Simon Pierro auf. Seine Tricks leben davon, dass das Publikum ganz genau hinschaut. Der Überraschungseffekt entsteht durch das Beobachten dessen, was auf der Bühne passiert.
Zwischendurch holte er sogar zwei Gäste aus China als Assistenten auf die Bühne.
Hätten diese Gäste eine Übersetzungs-App benutzt, hätten sie während der Show auf ihr Display schauen müssen. Ein Teil der Aufmerksamkeit wäre verloren gegangen.
Auch für mich als Dolmetscherin war entscheidend, dass ich sehen konnte, was auf der Bühne geschah. Ein großer Teil der Kommunikation bestand nicht nur aus Worten, sondern aus dem Zusammenspiel von Bewegung, Reaktionen und Publikum.
Nur weil ich diese Situation beobachten konnte, war es möglich, das Geschehen sinnvoll zu dolmetschen.
Beim Dolmetschen beobachte ich nicht nur die Redner, sondern auch die Zuhörer.
Manchmal erkennt man an den Gesichtern im Publikum sehr schnell, wenn eine Aussage anders verstanden wird als beabsichtigt. In solchen Momenten kann ich durch meine Formulierung dafür sorgen, dass die Botschaft wieder in die richtige Richtung gelenkt wird.
Der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun formuliert es so: Kommunikation ist nur so erfolgreich wie die Botschaft, die beim Empfänger ankommt – nicht wie die, die der Sender ausgesendet hat.
Auch wenn Zuhörer scheinbar nur zuhören, findet Kommunikation also immer in beide Richtungen statt.
Bisher reagieren KI-Übersetzungsapps kaum auf diese Dynamik.
Ein weiterer Unterschied liegt im Kontextwissen.
In vielen Veranstaltungen tauchen Begriffe auf, deren Bedeutung sich nur aus Erfahrung erschließt. Ein Begriff wie „DG 800“ kann zum Beispiel ein Mensch, eine Abteilung, ein Produkt oder ein Projektname sein.
Menschen können solche Zusammenhänge oft aus Erfahrung oder Kontext erschließen. Für automatische Systeme ist das deutlich schwieriger.
Bei internationalen Besuchen spielt außerdem die persönliche Begegnung eine wichtige Rolle.
Ein amerikanischer Baugutachter hat mir einmal bei einem Site Visit gesagt, dass er ungern seinem Gesprächspartner ständig ein Smartphone vor das Gesicht halten möchte, um eine Übersetzung zu lesen.
Er braucht in solchen Momenten auch jemanden, der ein wenig das Eis bricht – eine Art kulturellen Türöffner.
Bei größeren Veranstaltungen sitze ich oft in einer Dolmetschkabine und werde von den Zuhörern gar nicht gesehen. Trotzdem merken viele, dass dort ein Mensch sitzt.
Man hört es zum Beispiel daran, wenn ich selbst über einen gerade erzählten Witz schmunzle.
KI-Übersetzungsapps sind eine spannende und hilfreiche Entwicklung. In vielen Situationen können sie Kommunikation erleichtern.
Doch gerade bei repräsentativen Veranstaltungen geht es um mehr als das Übertragen von Worten.
Es geht um Atmosphäre, Aufmerksamkeit und die kleinen Signale zwischen Menschen.
Und genau hier zeigt sich oft der Unterschied zwischen automatischer Übersetzung und menschlichem Dolmetschen.
Technologie ist hilfreich – aber nicht in jeder Situation.
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Wenn internationale Journalistinnen und Journalisten ein Unternehmen besuchen, zählt jedes Wort. Pressegespräche erfordern nicht nur Klarheit, sondern auch ein feines Gespür für Tonfall, Kontext und kulturelle Unterschiede. Warum professionelles Dolmetschen in solchen Situationen entscheidend ist – und wie viel Einfühlungsvermögen dabei im Hintergrund wirkt.
mehrInterviews mit der Presse sind öffentliche Kommunikation. Aussagen aus einem Gespräch können später in Artikeln erscheinen, die weltweit gelesen werden. Entsprechend sorgfältig wählen Führungskräfte ihre Worte.
Ich begleite regelmäßig Interviews zwischen internationalen Journalistinnen und Journalisten und deutschen Führungskräften. Gerade in diesen Gesprächen zeigt sich, wie wichtig nicht nur sprachliche Genauigkeit, sondern auch ein Gespür für Tonfall und Kontext ist.
Ich erinnere mich an ein Interview zwischen einem internationalen Journalisten und einem deutschen Spitzenmanager.
Der Manager wollte verständlicherweise noch nicht zu viel über zukünftige Entwicklungen verraten. Seine Antworten waren bewusst zurückhaltend formuliert.
In solchen Situationen besteht meine Aufgabe als Dolmetscherin nicht nur darin, Sätze zu übertragen. Viele Formulierungen in der Unternehmenskommunikation sind bewusst diplomatisch oder allgemein gehalten.
Als Dolmetscherin muss ich diese Nuancen erkennen und im Englischen eine Formulierung finden, die den gleichen Ton trifft. Die Aussage soll genauso vorsichtig und ausgewogen wirken wie im Original.
Gerade für Journalistinnen und Journalisten ist das entscheidend. Ein einzelnes Wort kann schnell eine andere Bedeutung bekommen.
Auch in ernsthaften Gesprächen entstehen immer wieder Momente, die kulturelles Fingerspitzengefühl erfordern.
Bei einem Unternehmensbesuch überreichte ein deutscher CEO seinen internationalen Gästen einen großen Geschenkkorb und sagte mit einem Augenzwinkern:
„Obwohl wir Schwaben sind, haben wir diesen überquellenden Korb mitgebracht.“
Für deutsche Zuhörer ist der Hintergrund dieses Witzes sofort klar. International braucht er eine kleine Einordnung.
Da die Zuhörer in diesem Fall Engländer waren, konnte ich ergänzen, dass die Schwaben den Ruf haben, „as stingy as the Scots“ zu sein. Der Witz kam an – und der Moment blieb erhalten.
Solche kulturellen Bezüge lassen sich nicht einfach automatisch übersetzen. Sie funktionieren nur, wenn jemand den Kontext versteht.
Pressebesuche bestehen meist aus mehr als nur dem eigentlichen Interview. Journalistinnen und Journalisten besichtigen oft Produktionsstätten, führen Hintergrundgespräche oder sprechen mit verschiedenen Ansprechpartnern.
In solchen Situationen bin ich häufig auch eine erste Ansprechpartnerin, wenn Fragen auftauchen oder Orientierung benötigt wird.
Viele internationale Gäste schätzen es, eine Person an ihrer Seite zu haben, die sowohl sprachlich als auch kulturell vermitteln kann. Das schafft Vertrauen und trägt dazu bei, dass Gespräche in einer angenehmen und professionellen Atmosphäre stattfinden.
Dolmetschen bedeutet, mit allen Sinnen zuzuhören.
Mimik, Gesten und die Stimmung im Raum spielen eine wichtige Rolle dabei, wie Aussagen verstanden werden.
Gerade bei Pressegesprächen ist diese Aufmerksamkeit entscheidend. Denn hier beeinflusst Kommunikation unmittelbar, wie ein Unternehmen international wahrgenommen wird.
Wer mit internationalen Medien spricht, braucht nicht nur eine klare Botschaft – sondern auch die Sicherheit, dass sie genauso verstanden wird, wie sie gemeint ist.
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Von der Kommunikationsabteilung einer meiner Lieblingskunden, der Messe Stuttgart, kam die Anfrage, ob ich bereit sei ein Interview für das Kundenmagazin MESSAGE zu geben.
mehrEs war das unterhaltsamste Interview, das ich je erlebt habe. Und das obwohl ich als PR-Referentin des VKD Erfahrung mit Interviews hatte. Besonders gefreut hat mich, dass Ingmar Volkmann von der Redaktion den wunderbaren Roman "Mein Herz so weiß" von Javier Marias gelesen hatte. Ein Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann.
Wenn Sie mehr über das Konferendolmetschen und die Erfahrungen mit internationalem Publikum lesen möchten, finden Sie den Artikel hier.
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Wie gesagt, manchmal sind Krisen auch Chancen. Heute bin ich sehr froh und auch ein bisschen stolz auf mich. Als Certified Agile Consultant, Scrum Master und Beraterin für Teamentwicklung besitze ich nun ein
mehrum einiges erweiterten Werkzeugkoffer, um meine Kunden im Bereich Kommunikation und internationale Zusammenarbeit noch besser unterstützen zu können.
Gerade jetzt werden Fähigkeiten wie Creative Thinking, Resilienz und konstruktive Kommunikation gebraucht, um die Zukunft mitzugestalten. Als Dolmetscherin durfte ich jahrelang "von außen" auf diese Themen schauen und dabei erleben, wie Firmenkultur sich entwickeln kann. Ein Geschäftsführer eines bedutenden Maschinenbauunternehmens sagte einmal zu mir: "ich habe den Eindruck, Sie bekommen mehr Einblicke in dieses Unternehmen als ich". Das stimmt wohl nicht ganz, trotzdem bin ich sehr dankbar für diesen Erfahrungsschatz, der mir in meinen ersten Workshops als Beraterin zugute kam.
Vielleicht ist das auch für Sie von Vorteil? Schauen Sie doch einmal hier. Ich würde mich freuen, wenn ich Sie auch bei der Teamentwicklung unterstützen kann.
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Was haben wir gekämpft, mit der Tonqualität, der Technik, unserer aller Bereitschaft uns auf neue Arbeitsmethoden einzulassen. Und jetzt funktioniert es auch online zuverlässig mehrsprachige Besprechungen abzuhalten.
mehrDafür nutzen wir die Plattform cAPPisco, die von meiner Kollegin Sabine Burgeois aus Belgien zusammen mit einem IT-Experten entwickelt wurde.
cAPPisco ist eine Cloud-basierte Dolmetscherplattform für Live-Simultandolmetschen mit Podcast-Tonqualität für Online-, Vor-Ort- und Hybrid-Veranstaltungen. Ich freue mich sehr, dass ich meinen Kunden damit eine Lösung anbieten kann, die einwandfrei funktioniert und kein zweites MS Teams-Meeting mehr erfordert. Wir loggen uns aus der Ferne in die reguläre Besprechung ein und können so für alle nicht deutschsprachigen Zuhörer und Zuhörerinnen simultan dolmetschen, ohne den ursprünglichen Übermittlungsfluss der Sprecher zu stören. Unser Publikum kann die Sprache auswählen und hört uns Browser basiert oder bequem über die Zuhörer-App. Und das in einer unglaublich guten Tonqualität.
Microsoft Teams plant ebenfalls eine Sprachinterpretationsfunktion anzubieten. Diese wird aber vorerst nur auf Rechnern mit einer Firmenlizenz funktionieren. Diese Lösung funktioniert auch, bedeutet aber, dass wir Dolmetscher weiterhin vor Ort sein müssen.
Jetzt, da die Schockstarre vorbei ist und die Technik enorm schnell weiterentwickelt wird, bin ich schon sehr gespannt, was uns die Zukunft bringt.
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In Krisen stecken Chancen. Auch wenn es nicht leicht fällt es zu erkennen, gilt das auch für internationale Veranstaltungen.
mehrWie gerne würden wir uns wieder „in echt“ treffen, doch die Pandemie erlaubt es nicht. Anstatt das hinzunehmen und zu jammern, haben sich auch Dolmetscher*innen und Technikfirmen Gedanken macht, wie ein Austausch trotzdem stattfinden kann.
Mittlerweile gibt es gute Möglichkeiten auch aus der Ferne zu dolmetschen. Remote Simultaneous Interpreting (RSI) heißt das im Fachjargon. Damit kann ein persönlicher Austausch natürlich nicht ersetzt werden. Für viele Fälle eignet es sich aber sehr gut. Zum Beispiel wenn es darum geht Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten und wichtige Informationen zu teilen. Früher mussten Menschen lange Strecken für ein kurzes Meeting reisen.
Die Umwelt wird es uns danken, wenn wir dafür adere Lösungen bieten können.
Und Unternehmen sparen eine Menge Reisekosten.
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Anfang des Jahres, wenn die Konferenzsaison noch nicht in vollem Gange ist, ist die beste Zeit für Fortbildungen.
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Im Seminar „Die Stimme aus dem Off“ bringt uns Christina Puciata, erfahrene Sprecherin (DLF) und Sprechtrainerin, die besten Techniken und Tricks bei, mit denen wir unsere Stimme optimal einsetzen können. Mein Ziel ist es, soviel in die Stimme legen zu können, dass meine Zuhörer mit Spannung zuhören und jederzeit konzentriert dabeibleiben können.
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Mit staunenden Augen sitzen wir heute hier beim Raumwelten Kongress in Ludwigsburg und dolmetschen was alles möglich ist, vom Arbeiten im Weltall, dem Ausstellen von Geräuschen bis zu neuen Ansätzen für nachhaltige Architektur. Inspiriert von den großartigen Präsentationen dolmetschen wir im „Flow“.
Jede Sprache hat für bestimmte Dinge oder Sachverhalte Begriffe, die es so treffend in keiner anderen Sprache gibt. Uns Dolmetschern verlangt dies blitzschnellen Einfallsreichtum ab.
mehrHeute kam sie dreimal vor - einmal in Gestalt eines interdisziplinären Teams, eines Co-Working Spaces und dann sogar noch als Deutscher Pavillon in Dubai – die „eierlegende Wollmilchsau“. Immer wieder kommt sie in einem neuen Gewand daher, trotzdem ist sie allgegenwärtig. Wie übersetzt man so etwas? Bitte melden Sie sich, falls Sie mal keinen Weg daran vorbei finden. Dann schicke ich Ihnen eine Liste englischer Entsprechungen, in der Hoffnung, dass die richtige für Ihren Fall der „Sau“ dabei ist.
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Die erste Urban Land Conference befasst sich mit dem spannenden Thema, wie man urbanisierte Gebiete über Gemeindegrenzen hinweg für die Zukunft gestalten kann und will.
mehrSie dient politischen Entscheidungsträgern, Stadtplanern, Wirtschaftsführern, Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen als Plattform, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen.
Referenten aus mehreren Ländern vertreten bei der Urban Land Conference ganz unterschiedliche Disziplinen. In meiner Rolle als Konferenzdolmetscherin nehme ich immer wieder neue Perspektiven an und unterstütze die Redner dabei, das Thema von immer wieder neuen Blickwinkeln zu beleuchten.
Doch die eigentliche Herausforderung für mich lauert in der Küche. Dort bereitet Arpad Dobriban mit viel Aufwand ein nachhaltiges Menu zu. Er verwendet dafür jeden Teil der Pflanzen und Tiere und zollt diesen wertvollen Zutaten seinen höchsten Respekt. Zum Ausklang der Konferenz gibt es dreifach gebundene Brühe aus Rindsknochen, Erba Cotta, Rindsbacken und Ochsenschwanz mit Profesen und zum krönenden Abschluss eine Teurgoule mit Aprikosenmus. Zu jedem Gang dolmetsche ich Arpads Ausführungen zur Desynchronisation der Küche, leiblicher Weltbezogenheit, Transformation der Nahrung und zum Kochen als Teil unserer kulturellen Bildung. Ich bin fasziniert und zugleich froh, dass der Künstler mich vorher in der Küche über die Schulter gucken ließ. Denn so hohe Kunst lässt sich nicht einfach übersetzen.
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Die Internationale Bauausstellung Heidelberg beschäftigt sich im LAB No 7 mit dem Thema „Digitale Stadt“. Im ehemaligen PX-Store in Heidelbergs Patrick-Henry Village sind für diese Diskussion hochrangige Gäste eingeladen.
mehrDabei vertreten Vinton G. Cerf, Vice President bei Google, der als Erfinder des Internets gilt, und Thomas Ramge, Autor und Technologie-Korrespondent der brand eins, ganz unterschiedliche Meinungen. Damit die Diskussion funktioniert, auch wenn einer deutsch und der andere englisch spricht, und das Feuer der Diskussion angefacht bleibt, muss ich schnell sein. Und zwar sehr schnell. Nur wenn keiner der beiden warten muss, bis er alles verstanden hat, können sie sich die Bälle schnell zuspielen und sich ordentlich herausfordern. Dabei fühle selbst ich mich wie bei einem Wettkampf. Wenn es dann vorbei ist, bin ich erschöpft und glücklich, dass es so gut lief. Wie in diesem Fall einer unglaublich spannenden Podiumsdiskussion.
Bildquelle: Tobias Dittmer/IBA Heidelberg
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Beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart dolmetsche ich für Zeichentrickfans und Filmemacher aus der ganzen Welt. Auf diese Weise trage ich zum lebendigen Austausch bei.
mehrVom 30. April bis zum 5. Mai 2019 findet in Stuttgart das 26. Internationale Trickfilmfestival (ITF) statt. Das zieht nicht nur Zeichentrick- und Animationsfans in die Stadt, sondern auch die Filmemacher und beteiligten Künstler. Dank ihnen kann das Publikum 1000 der besten Trickfilme aus 41 Ländern. Ich liebe das internationale Flair, die Vielfalt an Sprachen zu hören und die leuchtenden Augen zu sehen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich bei der Eröffnung und bei der Preisverleihung am Sonntag als Dolmetscherin mitwirken darf.
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Im Team des VKD dolmetsche ich heute beim ersten BrandEx. Die Veranstaltung wurde als „Silent-Talk“ organisiert, bei dem jeder Teilnehmer den Kanal seiner gewünschten Bühne und Sprache auswählen kann.
mehrWir sind schon sehr gespannt, weil es auch für uns ein ganz neues Format ist. Simultan dolmetschen wir 100 Beiträge, auf 15 Bühnen in vier Sprachen. Mit mehreren Kabinen sitzen in einem „Dolmetscher-Hub“ hinter -oder vielmehr in den – Kulissen, sehen unsere jeweilige Bühne über Bildschirme und fühlen uns wie mittendrin. Als ich vorhin einmal quer über die gesamte Veranstaltungsfläche lief, ist mir aufgefallen, dass dieses Format, außer der Flexibilität für die Veranstalter, noch einen großen Vorteil bietet: es ist angenehm ruhig. Abseits stehen kleine Grüppchen, die sich bei einem Drink ungestört unterhalten und Netzwerke knüpfen können, ohne sich ins Ohr brüllen zu müssen. Ich nehme an, dass die Teilnehmer heute Abend zur Party noch richtig fit sein werden, weil der Tag so viel entspannender verläuft, als das normalerweise bei solchen Veranstaltungen der Fall ist. Nun muss ich aber an die Arbeit, es warten spannende Beiträge darauf, übersetzt zu werden. Meiner Favoriten sind die Vorträge „Eventarchitektur und ihre Funktion als konstruierter Begegnungsraum“ von Tanja Kilzer/Kunsthistorisches Institut der Universität Köln und „Expandes Spaces – Wie Medien und Raum verschmelzen“ von Prof. Ulrich Wegenast/ Film- und Medienfestival gGmbH.
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Heute wurde meine Kandiatur von der Association Internationale des Interprètes de Conférence (AIIC) angenommen.
mehrDie AIIC ist der einzige internationale Berufsverband für Konferenzdolmetscher. Er wurde 1953 gegründet und vertritt heute die Interessen von rund 3.000 Konferenzdolmetschern in über 90 Ländern. Ich fühle mich geehrt, nun zu diesem Kreis zu gehören, und bedanke mich ganz herzlich bei den Kollegen, die mich dabei unterstützt haben.
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Als Vertreterin meines Berufsverbands VKD (Verband der Konferenzdolmetscher) betreue ich unseren Stand auf der Global Connect und freue mich darauf mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen.
mehrDie Global Connect ist eine bedeutende Außenhandelsmesse, die alle zwei Jahre in Stuttgart stattfindet. Dort treffen sich alle, die sich professionell mit Globalisierung, Weltwirtschaft und Handelbeziehungen beschäftigen. Um Geschäfte mit dem Ausland zu machen, braucht man natürlich auch Dolmetscher, die kompetent von einer Sprache in eine andere vermitteln können. Deshalb sind wir da. Zwei Tage werden wir nun damit verbringen, mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen und alle erdenklichen Fragen zu beantworten. Ich freue mich darauf, viele neue Gesichter kennenzulernen. Besuchen Sie uns in Halle C2 - Stand 2B20.
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Heute wurde ich zusammen mit meinen Kolleginnen Anne Berres und Lea Spang zur PR-Referentin des Verbands der Konferenzdolmetscher (VKD) ernannt.
mehrWir freuen uns darauf, uns durch Pressearbeit für unseren Berufsverband und den Berufsstand der Konferenzdolmetscher einzusetzen. Unsere Aufgaben umfassen die Erstellung von Pressemitteilungen, das Pflegen von Pressekontakten, die Organisation von Messeauftritten und vieles mehr.
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Digitalisierung ist das Schlagwort, das in fast jeder Konferenz fällt. Im Deutschen wird es als sehr breit gefächerter Begriff eingesetzt.
mehrWir meinen damit die Vernetzung von Wissen und Informationen, Industrie 4.0, den Einsatz von Automatisierungs-, Simulations, Planungs- und Steuerungssystemen, analytische Tools, internetbasierte Geschäftsmodelle und noch viel mehr. Gleichzeitig verwenden wir den Begriff Digitalisierung für das Umwandeln analoger Daten in digitale Formate, wie beim Einscannen von Dokumenten.
Im Englischen muss ich mich – je nach Zusammenhang – entscheiden: Heißt es jetzt „Digitalization“ oder „Digitization“? Die wenigsten wissen darauf eine Antwort, und selbst englische Muttersprachler kommen durcheinander, weshalb die beiden Begriffe oft als Synonyme verwendet werden. Wir Dolmetscher und Übersetzer müssen es genauer nehmen und richten uns nach der Definition:
„Digitalization“ ist der Einsatz digitaler Technologien, um Geschäftsabläufe und das tägliche Leben zu erleichtern.
„Digitization“ steht für das Wandeln analoger in digitale Daten.
Auf Englisch kann man also sagen: „Digitization is the integration of digital technologies into everyday life by the digitization of everything that can be digitized.”
Wenn Sie Genaueres über die Herkunft der Begriffe und ihre Verwendung wissen möchten, empfehle ich Ihnen den englischsprachigen Artikel aus der „International Encyclopedia of Communication Theory and Philosophy“.
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Natürlich ist das nichts Neues. Wir alle wissen, wie schwierig es ist, richtig verstanden zu werden.
mehrAber es lohnt sich, sich dessen bewusst zu sein. Denken geschieht so viel schneller als Sprechen, und das Gesagte muss auf meine Zuhörer zugeschnitten und politisch korrekt sein. Als Redner fürchte ich vielleicht missverstanden zu werden, oder es ist mir unangenehm mich klar auszudrücken, vielleicht möchte ich auch intelligenter klingen, als ich wirklich bin. Und nun stellen Sie sich dazu noch vor, Sie müssten Ihre Präsentation in einer Fremdsprache halten. Die Menschen, denen wir etwas mitteilen wollen, haben vielleicht eine ganz andere Einstellung, andere Erfahrungen und eventuell sogar einen anderen kulturellen Hintergrund.
Als Konferenzdolmetscherin wurde ich für solche Situationen ausgebildet. Ich bin mir der Unterschiede bewusst. Und ich setze mich dafür ein, dass Sie richtig verstanden werden.
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